Modul 5

Impulse von innen

Biodynamische Vegetotherapie

Dieses Modul umfasst 5 Wochenenden und zwei Intensivseminare.

Die Biodynamische Vegetotherapie ist eine wesentliche Grundlage der biodynamischen Prozessarbeit. Immer vom Körper ausgehend, seinen Impulsen, seinen Botschaften, ist sie eine intensive Methode der psychodynamischen therapeutischen Arbeit.

Dieses Modul führt in die vegetotherapeutische Arbeit ein.

Wir wollen folgende Fragen ergründen:

was ist überhaupt ein Prozess, was verstehen wir unter psychodynamischer Arbeit?

Wie entstehen innere Konflikte und wie drückt der Körper sie aus? Wie können wir aus therapeutischer Sicht einen Konflikt angehen und dabei die „Impulse von innen“, die körperlich (psychosomatisch) meist schon lange vor der mentalen Erkenntnis ausgedrückt werden, für die Verarbeitung und Heilung von Konflikten einsetzen? Wie können wir diesen Prozess verbal und körperpsychotherapeutisch begleiten?

Wir arbeiten in diesem Modul psychodynamisch mit einzelnen Entwicklungsstufen: dem Birth Release (biodynamische Geburtsarbeit), der therapeutischen Arbeit mit frühkindlichen Prozessen bis hin zur Arbeit mit ödipalen Prozessen.

Wir betrachten dabei alte Pakte und Glaubenssätze und wie es möglich ist, zu neuen Lebenshaltungen zu gelangen.

 

Auf der Ebene der praktischen Arbeit und Selbsterfahrung arbeiten wir mit den persönlichen Prozessen der TeilnehmerInnen, ihrem emotionalen Lebenslauf, ihren Bedürfnissen, den Themen, die für jeden einzelnen im Alltag konfliktträchtig sind.

Einleitende Körperarbeit zu Beginn einer vegetotherapeutischen Sitzung wird ebenso gelehrt wie die verschiedenen Methoden der Vegetotherapie: Im Stehen, Sitzen oder Liegen, mit offenen oder geschlossenen Augen usw.

In der Biodynamischen Körperpsychotherapie und auch in der Vegetotherapie arbeiten wir immer mit dem, was dem „Ich“ (Ego, Bewusstsein) am nächsten ist. Ich-stärkende Übungen und Körperarbeit zur besseren Erdung gehören ebenso dazu wie die mentale Arbeit mit inneren Konflikten, die Arbeit mit Symbolen und inneren Bildern und immer wieder mit dem emotionalem Ausdruck und der entsprechenden Integration.

Wir beleuchten, wie bestimmte Konflikte sich auf Beziehungen zu anderen auswirken, wie sich Selbstbild (wie ich mich selbst wahrnehme) und Fremdbild (wie ich von anderen wahrgenommen werde) unterscheiden können, besonders an unseren „wunden“ Punkten, wo wir durch bestimmte, oft schmerzhafte Erfahrungen in unserem Leben die Überzeugung entwickelt haben, „wenn ich dies tue/sage/zeige, wird genau das (wieder) passieren“ und wie sich solche negativen Glaubenssätze auflösen oder verändern lassen.

Bei jedem Seminar wird sowohl theoretisch als auch praktisch gearbeitet, begleitet von biodynamischer Körperarbeit und Massage zur besseren Verarbeitung, Integration, Selbstregulation und Stärkung des kreativen Potentials.

Kurze fachbezogene Stichwortübersicht der wichtigsten Inhalte:

  • Biodynamische Theorie der Neurose
  • Emotional-vasomotorischer Zyklus
  • Therapeutische Haltung, Präsenz und Distanz
  • Schützende Abwehr
  • Psychodynamische Prozessarbeit
  • Entstehung eines Konfliktes
  • Theorie zur Vegetotherapie von Reich, Raknes, Jung, Boyesen
  • Methoden der biodynamischen Vegetotherapie
  • Verbale Prozessbegleitung
  • Therapeutische Beziehungsarbeit
  • Psychodynamisches Rollenspiel
  • Selbstwahrnehmung und Fremdwahrnehmung
  • Revision der persönlichen, körperlichen, traumatischen Geschichte
  • Ego-Stärke, Grounding
  • Primäre Prozesse und sekundäre Konsequenzen
  • Vegetotherapie mit Symbolen und Bildern
  • Das Prinzip der Selbstregulation
  • Begleitende Übungen aus der Biodynamik. dem Psychodrama, der Gestalttherapie und der Bioenergetik

Dauer von Modul 5: 135 (Zeit)stunden

Teilnahmegebühr: 2250 Euro, zahlbar in 6 Raten zu 375 Euro.

(ab April 2022: 2520 Euro, zahlbar in 6 Raten von 420 Euro.)

40 Euro Nachlass bei Zahlung der gesamten Teilnahmegebühr zu Beginn.